Anna Gabric holt sich den Titel

July 16, 2012
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Kurz nach ihrem überraschenden nationalen Meistertitel in Deutschland eroberte sich die erst 14jährige Kreuzlingerin Anna Gabric (N4.55) in Lausanne auch an den Schweizer Junioren-Meisterschaften ihre erste Goldmedaille.

TENNIS. «Es ist wesentlich einfacher, als Aussenseiterin aufzutreten», schmunzelt Anna Gabric (N4.55) nach ihrem ersten Schweizer Nachwuchs-Meistertitel in Lausanne. Die vor zwei Wochen als Ungesetzte völlig überraschend zur Deutschen Meisterin der Kategorie U14 gekürte Kreuzlingerin galt bei den in Lausanne ausgetragenen Schweizer Junioren-Meisterschaften allerdings als die ganz grosse Favoritin.

«Diese Rolle ist nervenaufreibend», sinniert die 14jährige Spielerin des TC Seeburg. Dass das in der Nationalen Elitesportschule Thurgau in Kreuzlingen geförderte Talent in der Romandie durchwegs auf Gegnerinnen aus ihrem Trainingskreis traf, hat die Ausgangslage nicht leichter gemacht.

Spezieller Auftritt

«Es ist sehr speziell, gegen Trainingskolleginnen Ernstkämpfe zu bestreiten», betont Anna Gabric. Wenn die topgesetzte Gabric sowohl in den Halbfinals gegen die U12-Meisterin von 2011, Tamara Arnold (N4.71) aus Olten, sowie auch gegen die Zürcherin Daniela Vukovic (N4.74) über drei Sätze musste, so stand der Sieg der Topfavoritin doch nie ernsthaft in Gefahr. In den Entscheidungssätzen machte Gabric mit ihren Trainingskolleginnen jeweils kurzen Prozess. «Mit meiner Vorstellung im Final bin ich trotzdem nicht ganz zufrieden», gab sich Gabric nach ihrem 2:6, 6:2, 6:2 über die ebenfalls für den TC Seeburg spielende Vukovic selbstkritisch. Dass sie den ersten Satz verlor, ärgerte sie sichtlich.

Länzlinger im Final

Mit Kai Länzlinger (R1) war noch ein zweiter Thurgauer in einem Finalspiel vertreten. Der frischgebackene Thurgauer Meister aus Hefenhofen schaltete in Lausanne die Favoriten gleich reihenweise aus und musste sich erst im Endspiel vom topgesetzten Marc-Andrea Hüsler (R1) besiegen lassen. «Mit dieser Woche insgesamt bin ich zufrieden, im Final konnte ich leider zu wenig Akzente setzen», so Länzlinger nach seiner 4:6-5:7-Niederlage.

Dass der 16-Jährige seine Stärken nicht optimal ausspielen konnte, lag auch an seinem Gegner, welcher Länzlinger konsequent auf die Rückhand spielte.

Grimm verschafft sich Respekt

U16-Hallenmeisterin Chiara Grimm (N2.23), Tägerwilen, sicherte sich als Jüngste in der Kategorie U18 viel Respekt. Die stark aufspielende 15-Jährige konnte erst in den Halbfinals von der späteren Siegerin Kathinka Von Deichmann (N2.15) aus Vaduz in die Schranken gewiesen werden.

Auch für NET-Schüler Charles-Antoine Coens (R2) war in den Halbfinals Endstation. Der Zürcher verlor gegen Überflieger Marko Osmakcic (N4.128) in zwei Sätzen. Während die «Seeburger» Nadine Keller (R3, U12) und Nina Stadler (N3.31, U18) in der zweiten Runde scheiterten, blieben Klubkollege Matej Kostadinov (N4.146), der wie Grimm bereits bei den Unter-18-Jährigen an den Start ging, und Samira Damasi (R2) aus Weinfelden in der Kategorie U14 bereits in der ersten Runde hängen. Der Berger Jérôme Alt (R5) musste sich bei den Unter-10-Jährigen nach der Gruppenphase verabschieden.

 

 

 

- Internetadresse: Anna Gabric holt sich den Titel
- Quelle: Aktuell – Ostschweiz
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